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Geführte Wanderung

Von Himmelpforten bis zur Staumauer

Diese Wanderung führt Euch von den Ruinen eines Zisterzienserklosters aus dem 13. Jahrhundert zu einer technischen Meisterleistung des 20. Jahrhunderts.

Das Kloster Himmelpforten durchlebte eine bewegte Geschichte. Zunächst wuchs es durch Gebietsschenkungen auf beachtliche Größe. Zerstörungen und Plünderungen im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg führten zu seinem wirtschaftlichen Niedergang. Nach einer kurzen Erholung wurde im Zuge der Säkularisation der Klosterbesitz eingezogen, die Klosterkirche blieb aber als Pfarrkirche bestehen.

Eine Talsperre wurde Anfang des 20. Jahrhunderts notwendig, als durch den Bevölkerungsanstieg und die Industrialisierung im Ruhrgebiet, der Wasserbedarf stieg. Der Baubeginn war 1908 und in nur 4 Jahren Bauzeit – ein Jahr weniger als geplant! – wurde die 650 m lange, 40 m hohe und in ihrer Sohle 34 m breite Konstruktion fertig gestellt.

Was verbindet die beiden Bauwerke? Eine Katastrophe im zweiten Weltkrieg.Die Talsperre hatte eine große Bedeutung für die Rüstungsindustrie und erweckte das Interesse der Alliierten. In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 wurde mit einer eigens dafür konstruierten Rollbombe ein 76 Meter breites Loch in die Staumauer gerissen und eine gewaltige Flutwelle ergoss sich in das Tal. Auch das Kloster Himmelpforten wurde mitgerissen und der Pfarrer und einige Bewohner starben. Heute erinnert ein Mahnmal an der Stelle des Klosters an die 1.200 Toten der Möhnekatastrophe.

Auf dem Weg zwischen den beiden Geschichtsdenkmälern wandert Ihr durch die in jeder Jahreszeit attraktive Natur und passiert das Nasslager in Günne. Hier können 10.000 bis 15.000 Festmeter Holz gelagert werden. Nötig wurde dies durch Sturmschäden und die Borkenkäferplage. Durch die ständige Beregnung soll ein Befall mit Borkenkäfern und Pilzen verhindert werden.

Die zweistündige kurzweilige Exkursion ist für jedes Alter geeignet. Für die fünfstündige Exkursion sollte eine Grundausdauer vorhanden sein. 

Öffentliche Termine:

  • 28. Juni 2020 von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr (mit Einkehr im Heinrich-Lübke-Haus - Verzehr nicht inklusive)
  • 05. Juli 2020 von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr - (Rückfahrt erfolgt in Eigenregie - Nutzung des Fahrradbusses Linie R54 Neheim möglich)
  • 3. Oktober 2020 von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr – Am geschichtsträchtigen Tag der deutschen Einheit zeigt die Natur ihr Herbstkleid (mit Einkehr im Heinrich-Lübke-Haus - Verzehr nicht inklusive)
  • 1. November 2020 von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr – Das Jahr neigt sich dem Ende, die Natur begibt sich in den Winterschlaf

Treffpunkt: Wanderparkplatz Himmelpforten (Himmelpforten 4, 59469 Ense)

Kosten:

7,00 € pro Person für die zweistündige Führung

13,00 € pro Person für die fünfstündige Führung

Anmeldung: Tourist-Information Körbecke, info@moehnesee.de, Tel.: 02924 981 -391 oder -392
Anmeldeschluss ist jeweils den Samstag vor dem ausgewählten Führungstermin um 12:00 Uhr. 

Hinweis: Bitte achtet auf entsprechende Kleidung und Schuhwerk. Denkt auch an Getränke für den Weg. Rückfahrt zum Ausgangspunkt erfolgt in Eigenregie. Die Führung wird unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen durchgeführt. Bitte denkt an einen Nasen-Mundschutz (nur für das Betreten von Gebäuden notwendig) und die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand. Schifffahrt anschließend möglich (von Ostern bis Ende Oktober).

An dieser Stelle sind externe Videos in unserer Seite integriert.

Für die Karten Darstellung verwenden wir den Google Maps Dienst.